Darstellbarkeit eines Charakters


Persönliche Einschätzung und Tipps von Tim
Mir fällt öfters unter den Anfängern auf, das sie die meist die schwierigsten und aufwändigsten Fähigkeiten haben, aber warscheinlich kein plan haben was damit zusammenhängt.
LARP besteht aus viel mehr als Punkten oder Fähigkeiten.
Dabei kommt es auf einen wichtigen Punkt an: Darstellbarkeit.
Wenn jemand ein Ritter ist, aber mit einer Regenjacke daherkommt wird nicht als Ritter anerkannt.
Genau so wenig ein Heilkundiger oder gar Arzt, der noch nicht einmal Verbände dabei hat.
All das und der gewaltige Aufwand hinter einem Char wird meist unterschätzt.
Viele Charakterkonzepte sind am anfang überhaupt nicht bis sehr schwer zu erreichen und somit wird man unweigerlich mit seinem Charakter nicht zufrieden sein.

Hier nun ein paar Tipps wovon Anfänger besser die Finger lassen sollten (was aber nicht unbedingt muss) oder Kombinationen, welche einfach nicht akzeptiert werden können.
Magie sämtlicher Arten (Hermetiker ginge aber für den Einstieg)
Heilkundige ohne große Requisiten Repatoir.
Schmied ohne Amboss und Hammer
Alchemist ohne Trankflaschen und dem nötigem Zubehör.
Ritter oder andere Adelige ohne Gefolge geschweige denn Plattenharnische.

Zudem kommt es noch auf das OT Alter an. Einem 12 Jährigen Jungen wird man niemals die Rolle eines Meistermagiers abnehmen, genau so wenig wie einen Ritter oder Soldaten. Das OT alter sollte wenn möglich auch das IT alter wiederspiegeln, denn man kann sich keine Lebenserfahrung mit EP kaufen. Das normale einstiegsalter im LARP ist meist auch 15~25 Jahre und nicht 9 und das Spiel ist auch eigendlich auf Erwachsene bzw. junge Erwachsene zugeschnitten. Dennoch ist es für jüngere leute gut möglich mit zu machen, denn by the Way, damals war man mit 12~14 Jahren schon Erwachsen, also kann man da auch noch was raushohlen, wie zum Beispiel einen jungen Knappen, Schildträger oder andere Aufgaben, die damals Jugendliche und Kinder in dem Alter hatten.

Es geht beim Larpen weitaus weniger ums Kämpfen oder Char pushing. Punkte können zwar auf dem Blatt gut aussehn, aber wenn es an der Darstellung hapert sind punkte nichts wert.
Darum bitte ich jeden, der neu anfängt sich ein einfachen Charakter zu stricken. Man kann im laufe des Spieles sich immer noch eine Rolle erarbeiten. So verbaut man sich nicht von anfang an das Spiel.



Kommentar von Jörn
Jo, das stimmt. Insbesondere der letzte Punkt ist ein unheimlich guter Ratschlag. haltet euren Char vorerst Allgemein, legt ihn nicht zu sehr in irgendwelche Richtungen fest. Ein Char der sich im Laufe der Zeit entwickelt ist sehr viel schöner, als einer, der von vorn herein fest gefahrene Bahnen fährt, denn wenn man die entwicklung spielt kann man sich viel besser mit dem Char personifizieren und ihn besser ausspielen. Ausserdem kommt es besser, wenn man von Heldentaten spricht, die man auch tatsächlich erlebt hat.

auch bei den Fähigkeiten solltet ihr euch noch nicht festlegen und insbesondere euren Char nicht daran orientieren. Zuerst den Char erschaffen, also seine Charakterzüge, sein auftreten, vielleicht ein stück weit vergangenheit. Danach kann man dann mal überlegen, welche Fähigkeiten passen.

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